Das Genie von Klaus Cäsar Zehrer

William James Sidis war ein Wunderkind, geboren am 1. April 1898 in New York City. Er war ein Exentriker, der in den Vereinigten Staaten Anfang des letzten Jahrhunderts eine große Berühmtheit wurde.

Er war der Sohn von Boris und Sarah Sidis. Juden, die aus der Ukraine nach Amerika ausgewandert waren.

Boris Sidis war ein bekannter Psychologe, der seinen Sohn seit frühester Kindheit, direkt nach der Geburt, mit speziellen, von ihm entwickelten Lernmethoden unterrichtete. Sein Ziel war es, aus seinem Sohn ein Genie zu machen. Was William allerdings nicht lernte oder erfuhr, waren Wärme und Liebe. All die Bemühungen seiner Eltern zielten darauf ab, ihn zum klügsten Menschen der Welt zu machen.

Noch vor seinem achtem Lebensjahrhatte er schon 4 Bücher veröffentlicht, übersprang die komplette Grundschulzeit und begann mit 11 Jahren ein Studium an der Harvard Universität. Er beherrschte 40 Sprachen, war mathematisch begabt, kam aber nicht mit dem Leben zurecht, denn das hatten seine Eltern ihm nicht beigebracht. Und auch sein IQ von über 250 half ihm nicht, mit seinen Mitmenschen gut auszukommen.

Seine Eltern stellten ihn früh in die Öffentlichkeit, was ihm, je älter er wurde, immer unangenehmer wurde.

Das Genie ist der erste Roman von Klaus Cäsar Zehrer und mit seinen über 600 Seiten kein kurzer. Schon der erste Satz hat mich gepackt und der Autor hat es geschafft, dass ich immer am Ball blieb und weiterlesen wollte. Er beschreibt die Lebensgeschichte von Sidis so gut und fesselnd, dass ich den Protagonisten richtig gut kennengelernt habe und ein ganz großes Mitgefühl für ihn entwickelt habe.

Ich hoffe, es bleibt nicht der einzige Roman des Autors.

Zehrer, Klaus Cäsar
Diogenes Verlag AG
ISBN/EAN: 9783257069983
25,00 €
Kategorie:
Roman