Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky von Jean-Paul Didierlaurent

Monsieur Dinsky hat in der Tat einen unerhörten Wunsch, einen Wunsch, über den man streiten kann, muss man aber nicht, das machen die Personen in diesem Roman schon selber. Bei ihm darf man aber durchaus anderer Meinung sein, das ist in Ordnung.

Monsieur Dinsky ist 82. Täglich bekommt er Besuch von seiner Pflegerin Manelle, ein Seele von Mensch. Die beiden sind fast so etwas wie gute Freunde. Dabei ist er noch recht agil, aber ihm steht nun mal eine Dreiviertelstunde am Tag zu, die er nur zu gerne mit ihr verbringt. Sie regt die Lebensgeister an mit ihrer liebenswürdigen Art. Monsieur Dinsky ist ihr Lieblingskunde, das ist ja wohl klar.

Dann ist da noch Ambroise. Er arbeitet bei einem Bestattungsunternehmen. Ein junger Mann, der ganz in seiner Arbeit aufgeht. Findet er vielleicht deshalb nie die richtige Frau?

Nach seiner niederschmetternden Diagnose äußert Monsieur Dinsky einen letzten Wunsch, er möchte eine Reise unternehmen. Und diese beiden jungen Menschen sollen ihn begleiten. Man weiß, wohin es gehen soll und den Grund der Reise. Doch trotz Krankheit und Schmerzen ist auch klar, es wird ein gutes Ende nehmen. Wenn man den Autor ein wenig kennt, ist das ganz sicher der Fall. Es endet gut, sehr gut sogar. Wie immer bleibt zum Schluss eine feine Geschichte, viel Fantasie, schöne Worte und ein Lächeln auf den Lippen. Und, ja, auch die eine oder andere Träne war dabei.

Didierlaurent, Jean-Paul
dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
ISBN/EAN: 9783423261623
15,90 €
Kategorie:
Roman